Montag, 14. November 2016

Auf und Ab

 ©Axel Rheineck

Mein Hirn ist in ein Loch gefallen,
beim Suchen, Finden und bei allen
Bemühungen schon fast verrückt
ist mir ein toller Vers geglückt.

Wie tut das gut, wie ist mir fein,
ich könnt' vor Wohlgefühlen schrei'n!

Das dauert einen Herzschlag lang,
dann wird mir schließlich angst und bang,
dass für den nächsten guten Reim
kein einzig Wort mehr in mir keim'.
 

Platz für Gedichte

 ©Axel Rheineck


Will Hirn und Herz beglückt verweilen,
dann reichen eigentlich 2 Zeilen

Weilt gerne man im Reimrevier,
liest man der Zeilen auch mal 4

6 Zeilen brauchen für den Satz
redaktionellen Speicherplatz

8 Zeilen machen viel mehr Sinn
bei ökonomischem Gewinn

Ist man auf Lobeshymnen scharf,
vervielfacht sich der Platzbedarf.

Schlafstörungen

 ©Axel Rheineck


Insomnie, (so heißt das Wort),
nimmt mir oft den Tiefschlaf fort.
Solche Mängel machen mich
zu einem kleinen Dichterich.

In Betten, auf Aborten
such ich nach Reim und Worten.
Dazu, damit Humor sich rühr',
pieks ich dem boshaften Satyr
in seinen Feuerhintern.

Dann rufe ich, oh mein Humor,
mach bitte auf das Himmelstor,
zeig mir den Weg zu Blöd- und -Sinn,
zu Albernheit und Zu- Gewinn; -

mit Dusel und dem Schreibstift hier
wird dann aus Klo- ein Wertpapier.
 

Im Zyklus der Zeit

 ©Axel Rheineck
 

In mir ist es leer.
Mein Herz ist verhangen,
du bist gegangen.
Ich mag dich so sehr.

Wir lachen und weinen
in Freude und Leid.
Horizonte vereinen
sich im Zyklus der Zeit.



Danach

 ©Axel Rheineck


Ich ruf deinen Namen ins weite All,
doch es kommt keine Antwort zurück.
Ich fühle nur noch den tiefen Fall
aus meinem irdischen Glück.

Das Leben sagte dir Gute Nacht,
und Lichter gingen schlafen.
Doch unsere Freundschaft wacht und wacht
und weiß dich in sicherem Hafen.