Sonntag, 16. April 2017

Traumdiät



©Axel Rheineck

Was wir alles schon verprassten,
macht sich längst im Körper breit,
zu viel Fett und alte Lasten
rufen nach Diät und Fasten. -
Leute es ist an der Zeit!

Also Schluss mit Schweinehaxen,
Kesselfleisch und Biergenuss,
und solch deliziösen Faxen
wie dem Zwiebelfleisch aus Sachsen
oder einem Knoblauchkuss.

Wer im Rausch durchs Leben hastet,
wer präsent am stillsten Ort,
meint, wenn er mal kurz gerastet,
hätt‘ er beinah schon gefastet,
dem läuft Daseinsfreude fort.

Weg, du Handy-Invasion,
und auch du, Mobilität,
aus die Maus, du Strom-Diktion,
Unmoral und Korruption,
ihr fallt unter die Diät.

Erstes leichtes Magenkneifen
ist die beste Reaktion.
Abstinenz muss erst mal reifen,
dann wird Wohlsein um sich greifen:
eine Paradies-Vision.

Schlicht und einfach ist das Leben.
Und wie riesig freuen wir
uns am rechtschaffenem Streben,
jenem Wunschtraum still ergeben
auf ein Kotelett und ein Bier.


Virenalarm




©Axel Rheineck


Achtung! – Hört ihr den Alarm?!?!
Nein?- Ach ja, man hört es nicht,
wie der fette Virenschwarm
durch die feuchten Lüfte bricht.

Dass ich mir Kontakt verkneife,
und vermeide Händeschütteln,
immerzu zur Seife greife, -
an der Flut ist nicht zu rütteln.

Wilde Bestien, hemmungslos!
Unzählbare Heere
überfallen Hemd und Hos’
als finstere Schimäre.

Rums! – Fünfundsiebzig Kilogramm, -
da liegt die Manneskraft;
sie bildet keinen Abwehrdamm,
sie ist im Keim erschlafft.

Platt ist, der als Mannsbild gilt,
und stöhnt an Haupt und Glied,
er träumt, wie er die Viren killt
und schnarcht ein Siegeslied.

Dienstag, 10. Januar 2017

Glück auf!




©Axel Rheineck

Womit nur hab' ich das verdient? -
fragte ich das Glück;
dass mir mein Lebensgarten grünt
auf manchem Wegesstück?

Das Glück meint, nimm es dankbar hin,
dein Gestern und dein Morgen,
das Hoffen sei dein Kern und Sinn
und keinesfalls die Sorgen.

Glück ruht in dir und deiner Zeit
und allen guten Dingen,
es macht dir Mut und dich bereit,
auf dass sie dir gelingen.