Sonntag, 10. September 2017

Urlaubsentspannung


©Axel Rheineck



Urlaubsruhe, Schluss mit Eile.
Kein Getue, Weile, Weile. -

Soll Weile lang sein?
Weile als Meilenstein?

Im Selbst mit sich eins,
und dem Atem des Seins
einfach lauschen
und sich berauschen
an der Stille der Leere
bis heilende Schwere
segnet den Halt
mit sanfter Gewalt
und hilft den Sinnen
ihren Kern zu gewinnen.

Bist noch nicht heile?
Dich nervt deine Eile?
Nun, dann erteile
dem Geist Lange-Weile.
 

Online


©Axel Rheineck



Ohne Geiz und Neid und Fehden
wär‘ es fast ein Garten Eden,
den man uns und unsrer Welt
hat mit Hingebung bestellt.

Um den Garten gut zu pflegen
ist uns Tatendrang gegeben.
Doch Agilität hat Grenzen,
denn die menschlichen Potenzen
brauchen Lab und frische Jause
und erst recht die Schaffenspause.
Sinn und Wert vom Feierabend
ist, dass er behaglich labend
Ruhe und Erholung spendet
und mit Glücksgefühlen endet.

Menschen virtuell auf Draht,
aufgeschlossen, von Format,
also sozusagen „in“,
sind der Wirtschaft ein Gewinn:
meist vor Monitorgeflimmer
sind sie online, - wo auch immer.
Doch fortwährend eingelogged,
werden User outgenocked,
denn sie lassen gute Pausen
für die Karriere sausen.

Was ich letztlich daraus lern‘,
Teufelswerk ist Pudels Kern.
Mephisto war es einst bei Goethe,
der Mensch bringt sich hier selbst in Nöte.

Also, soll’s im Garten sprießen,
will ich Lebenslust genießen,
macht es Freude, macht es Sinn,
wenn ich endlich offline bin.
 

Gedanken sind frei



©Axel Rheineck



Bedenke immer in fraglichen Stunden,
Gott hat bereits alles im Voraus erfunden,
was wir auf Erden mit all unsrem Wissen
grauzellig mühsam erdenken müssen.

So berauschen Schöpfung und Philosophie
kreativ im Erzählfluss der Phantasie
ersonnen Versponnenes zum Manifest
und legen’s dem arglosen Sprössling ins Nest,

auf dass er ehrliche, achtbare Ziele
auf Dauer in seinem Innersten fühle. -
Rüstzeug schließlich zur Orientierung
ist klare religiöse Mobilisierung.

Aber ach, Mobilmachung der Religionen
erzeugten seit jeher bewaffnete Zonen,
sprengen hoffentlich nicht mit Rechthaberei
den göttlich gestalteten Globus entzwei.

Da lass‘ ich lieber Harmonien fließen,
werde damit meine Blümchen begießen,
und mach‘ mich selber von Innen nass
mit einer Auslese aus göttlichen Fass.