Besuch
beim Nashorn
oder
Unsinniges
Leid
©Axel Rheineck
©Axel Rheineck
weil
es nun mal nicht leiden kann,
dass
es das Horn vielleicht verliert,
weil
man dem Horne attestiert,
dass
es die Libido forciert,
es
dieserhalben abmontiert.
Es
wird dann schließlich pulvrisiert,
dem
Schwächelnden ins Glas gerührt,
sodann
als Lustgetränk serviert,
bis
dass der Kandidat frustriert
auf
jenes kleine Teilchen stiert,
das
klein bleibt, so, als ob er friert.
Die
Libido liegt weiter brach,
ein
Kandidat beweint die Schmach;
traut
sich nicht mehr ins Schlafgemach.
Nur
hörte er, wie’s Nashorn sprach:
„Wem
hift’s, dass man mich vorne brach,
ich
weine meinem Horne nach.“

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