Dienstag, 16. Juni 2015

Katzenlied


©Axel Rheineck



Bin Miau, die satte Katz,
schwöre ab die Mausehatz,
allerdings, ihr müsst verstehn’,
erst nachdem….  nachdem….nachdem….

Ja, ich weiß, für Mäusemorden
gibt es keine Mäuseorden,
doch ein flottes Mausetier
weckt in mir die Mausegier.

So leg’ ich vor das Mauseloch
besten Speck vom Mäusekoch
und zum Nachtisch Roquefort Käse
und ein Klätschchen Majonäse.

Nun, was kann ich denn dafür,
hinter jener Mauslochtür
hör’ ich schon ein wildes Kratzen. –
Wo bleibt da die Angst vor Katzen?

Abstinent wär’ ich geworden.
Doch da lechzen sie in Horden! –
Gier und Leichtsinn, Appetit,
nur weil’s was zu Naschen gibt.

Da! – Keck aus dem Mausehaus
schnuppert schon ein Barthaar raus!
Da! – Jetzt zeigen unverfroren
sich zwei delikate Ohren!

Zisch! – Jetzt stürzt der Mauseleib
speckwärts, dass nichts übrig bleib’. –
Speck und Käse, Majonäse, –
Mauseglück, doch Mausmaläse.

Hier heißt Labsal und Genuss
Henkersmahlzeit. – Gleich ist Schluss.
Mäuschen, merkst nicht, abgelenkt,
dass dich gleich der Henker henkt.

Knirsch, macht’s in dem Mausgenick, –
mausfataler Augenblick!
Schwupp, jetzt werf’ ich dich nach oben,
schwupp, du darfst den Herren loben!

Jubilate! – Ein TeDeum,
und dann ab ins Maus-O-Leum !

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