Mittwoch, 23. September 2015

Sommerliches Herbstlied

©Axel Rheineck


Mit einem leisen Lächeln schauert
der Sommer seinem Aus entgegen.
Manch sonnverwöhntes Herz bedauert:
Es gibt kein Halt auf Jahres Schicksalswegen.

Von heitrem Dur nach dunklem Moll
wechselt das Lied vom Jahreslauf,
die Zeit pflückt ihre Körbe voll,
und alles Wachsen gibt sich langsam auf.

Bald schließt der Herbst das Leben ein,
hält dessen ew'gen Docht am Glimmen.
Man gibt sich selbst ein Stelldichein,
lauscht seelenvoll auf inn're Stimmen.

Wer Glück hat, findet in dem Staub des Seins
nur herrlich bunten Blätterwald,
wird mit der Gunst des Lebens alt
und mit sich selber eins.

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